Die Mass ist voll!
Beiträge getaggt mit Zwickel
Da beschloß ich, Kolumnist zu werden …
03. Apr
Wer bin ich, wohin gehe ich? Ich bin ohne Geheimnisse, aber mit Vergangenheit. Lieber Leser, Sie werden sagen: der Magister Zwickel ist wahrscheinlich gänzlich uninteressant!
Und Sie haben mit dieser Feststellung recht. Ich erkläre mich Ihnen nicht. Ich halte ausdrücklich fest, dass ich nicht einen flüchtigen Gedanken daran verschwende, Ihren gnadenlosen Verurteilungstendenzen Raum zu gewähren, ich gebe den Teufel darauf, das kümmert mich nicht, was man gemeinhin über mich spricht interessiert mich nicht im Geringsten.
Intelligenzbestie
29. Mrz
Werte Leserschaft, etwas das ich ihnen bislang vorenthalten habe: ihr nichtswerter Chronist war sich nicht zu blöd vor ungefähr vierzehn Tagen einen Intelligenztest zu machen. Mehr un- als freiwilllig, soviel sei gesagt. Ohne mich allzu sehr in Details zu verlieren, kann ich zu meiner Verteidigung anführen, dass an jenem Tage wohl meine Sinne verwirrt gewesen sein müssen. Denn wer bin ich, einer recht jungen, recht charmanten und recht eloquenten Uni-Assistentin, die zu Forschungszwecken ihre Fallstricke im Ekazent Hernals ausgelegt hatte, Paroli zu bieten?
Besoffen mit Aussicht auf Wien
28. Mrz
Ich liebe Wien. Diese Stadt der beinahe unbegrenzten Möglichkeiten ist manchmal das reinste Irrenhaus. Oft schlendere ich einfach nur die Straßen entlang und beobachte allerlei Mögliches und Unmögliches: weil es mir Spaß macht. Betrunkene haben es mir besonders angetan. Ihre Skurrilität, so mag es mir vorkommen, ist ein wesentlicher und nicht wegzudenkender Charakterbestandteil dieser unserer Heimatstadt. “Wien ist anders”. Gerne formuliere ich treffender: “Wien ist besoffen”. Aus dieser allgegenwärtigen Trunkenheit entsteht oft unverhofft Großes.
Ing. Penz und die Weltenmaschine
26. Mrz
Der Tagesablauf in der Alsbachprinzessin ist an Samstagen immer ein deprimierender gewesen. Man möge Ihrem nichtswürdigen Chronisten diese beinahe häretische Aussage verzeihen, aber tatsächlich kann ich auch heute, an meinem Krügerl nuckelnd und mir die Stammgastrunde interessiert zu Gemüte führend, kaum Gegenteiliges feststellen. Erfolgreiche und vor Energie strotzende Menschen trinken ihr Bier woanders, das würde wohl ein Aussenstehender denken. Ein Eingeweihter weiss: in der Alsbachprinzessin trinken hauptsächlich verkannte Genies.
Die Gaststube ist voller, wie man so schön sagt “gescheiterter Existenzen”: an sich und ihrem Leben, an den Butterpreisen, oft aber auch am 10. Bier verzweifelnd. Man gibt sich den unmenschlichen und gemeinhin unterschätzten Anstrengungen des Nichtstuns hin und hofft fortwährend auf glückliche Segnungen der Vorsehung, die spontan vom Himmel herabsteigen um einen in höhere, glückbringende Sphären zu katapultieren.
Peppi Schmalz – Türkenbelagerung
23. Mrz
Liebe Leser, wir können es nicht länger geheim halten: der Frühling ist ausgebrochen, Schneeglöckerl und Märzenbecher wurden bereits in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, und, zum Entzücken ihres nichtswerten Autors, wagt es auch so mancher Vorstadtgastronom, verschämt aber doch, Tische und Sessel zwecks Andeutung eines Schanigartens auf die Gehsteige zu räumen. Jetzt hat diese bei allen ansonsten hochbeliebte Jahreszeit aber nicht nur Vorteile. Ein Hauptübel des Frühlings ist, dass plötzlich und mit den Autor fassungslos machender Breitenwirkung, das Spinnerte in die Menschenhirne einfährt, sprich: Frühlingsgefühle, also jene Herzensregung, die – mag es meinethalben irgendwelchen olfaktorischen Lockstoffen in der guten Hernalser Luft geschuldet sein – die Leut deppert macht. Auch den Peppi Schmalz, der im Augenblick völlig neben sich, und mit leuchtenden, straßenbahnroten Herzerln in den Augen den Bezirk unsicher macht.
Frisch gezwickelt
23. Mrz
Liebe Leserschaft,
ich hatte keinen Bock mehr auf dieses werbeverseuchte Gratisblog auf blog.de.
Jetzt geht’s also an dieser Stelle ans Eingemachte. Ich denke, das Design ist relativ gut gelungen.
Prost!
Hasta la vista,
Ihr Magista!